In der Malerei interessiert mich die Lebendigkeit und das
Atmen der Farbe. Durch die Einteilung der Bildfläche in wenige angrenzende
Felder zeigen sich die Farben im bekannten Formprinzip der Farbfeldmalerei. Die
Treue zur konstruktiven Ordnung ist mir dabei weniger wichtig als der Verzicht auf jeglichen erzählerischen Gehalt
des Bildes.
Ich fühle mich wohl in dieser Atmosphäre der Sprachlosigkeit
und kann meine ganze Aufmerksamkeit auf
die zu beobachtenden Ereignisse der Malerei konzentrieren, welche durch
den allgemeinen Begriff der Farbfelder ja keineswegs geklärt sind:
Auf welchem Malgrund entsteht die Farbe? Wie dicht oder wie
transparent ist der Farbauftrag? Wie verhalten sich die Energien der Farbfelder
zueinander?
Soll noch eine Handschrift zu sehen sein und eine malerische
Lebendigkeit der Farbfläche oder verzichte ich auf jeden Rest subjektiven
Ausdrucks durch kühle, technisch anonym wirkende Farbfelder?
Ich habe zuletzt viel mit Wachsfarben auf Papier gemalt,
wobei ein Bügeleisen wie in einer Enkaustik die Farbe im Papier verschmilzt.
Diese Technik, auf zwei aneinander angrenzende
Farbfelder angewandt, lässt die strenge Farbfeldmalerei viel
malerischer und offener erscheinen.
Die Grenzen zwischen den Farbfeldern sind
bei nahem Betrachten plötzlich unklar und die Farbflächen wirken miteinander
verwoben.
Der Zufall in dieser nur bedingt zu steuernden Technik
bringt durch das heiße Wachs etwas Chaotisches in meine Arbeit und ich muss
hier wesentlich wacher auf den jeweiligen Zustand des Bildes reagieren. Im
Grunde genommen wird hier auch die Frage neu gestellt, wann ein Bild fertig
ist. Meine persönliche Vorliebe zieht das Fragment und das beschädigte Werk dem
perfekten, sauberen Gebilde vor.
1981
Kunsthof Schülp, Hamburg
1988
Museum St. Georg, Winsen
1992
Gutshaus Wulksfelde
2011
Defacto-Art-Galerie, Lübeck
2013
Bergedorfer Mühle
2018
Hauptgeschäftsstelle Sparkasse Harburg-Buxtehude in Buxtehude
2018
Hauptgeschäftsstelle Sparkasse Harburg-Buxtehude in Harburg
1972
BAT-Haus, Hamburg
1984
„Destruktion-Konstruktion“, Brunswicker Pavillon
1991
ARC Galerie, Hamburg
2007
„FUENF“ neunziggrad, Kiel
2014
Galerie Jung, Garstedt
2015
GAK Galerie, Achterwehr
2024
Werkschule Oldenburg: Karin Bablok und Bernward Heinze
Teilnahme an mehreren Landesschauen des BBK Kiel
1950
in Nienburg / Weser geboren
1968–1974
Studium an der HfBK Hamburg bei Kai Sudeck, Fritz Seitz, Almir Mavignier
1974–1976
Dozentur an der PH Kiel
bis 2013
Kunsterzieher an Hamburger Gymnasien
aktuell
Mitglied im BBK Schleswig-Holstein, lebt und wohnt in 21423 Drage
1994 – 2007

Verkündigung (Studie zu Tizian)

Ohne Titel

Zehn Streifen – Schwarz und Weiß

Vier ausgewaschene Linien – Rosa

Ohne Titel (A)

Ohne Titel (B)

Rosa und dunkles Grau

Rosa, Weiß und Nessel

Herculaneum

Pompeji

Stabia

Studie

Rot und Schwarz

Hamban (Kadmiumgelb)

Ireon

Kolonna

Heraion I

Heraion II

Tissamaharama I

Tissamaharama II

Fragment

Balance I

Balance II

Balance III

Balance IV

Balance V

Ohne Titel

Studie

Studie

Studie

Studie
2008 – heute

Arsenale

Dorsoduro

Beschmutze deine Farbe

Abdruck

Hommage an Van Gogh

Hoffnung auf Morgenlicht

Morgenlicht

Rot Orange

Indischrot und Neapelgelb

Fahles Gelb neben grauer Farbe

Cyanblau und Indischrosa auf dunklem Grund

Cyanblau und Indischrosa

Grau und Indischrosa

Übermalung / Grautöne auf Venetianischrot

Erde

Farbfelder auf Schwarz

Übermalung Grau und Rosa

Skizze

6 Farbfelder im Prozess
Bernward Heinze
Elbdeich 4b
21423 Drage
E-Mail: kontakt@atelier-bernward-heinze.de